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Der Urknall

Luzern, 14. Februar 2026, 5 Uhr

Fasching 2026 Im Gedränge allein verliert sich das Wollen treibt in der Masse ziellos mit der Strömung dahin, wohin das Leben geht er findet sich seinen Weg.

Aus dem Nichts der Nacht in dunklen Straßen Leere, die hie und da ein Auto stört mit seinem Licht weckt es den Schlafenden aus seinem Traum der Nacht, wo er auf sie und andere trifft mit Kostüm unter Masken strömen sie zur Mitte der Stadt am See, pünktlich um fünf Uhr mit einem lauten Knall schießt eine Rakete hell und bunt ins Schwarz der Sterne taucht ihr Licht, gefolgt vom Dröhnen, Trommeln, Paukenschlag, so dass Getöse bringt den Fritschimann mit seiner Braut vom Nachen her kamen sie durchs Gedränge wälzt sich ihr Zug vorbei am Ich sah ihn kurz, gespensterhaft, die magische Gestalt aus uralter Zeit sah auch dies Ich erschrak erkannt von ihm das Blinzeln in die Menge, die ist Masse, ist Atemdampf als Wolke über dem Nachbarmann Konfetti schneit vom Himmel fällt der Frauen Blick enthüllt die fremde Ferne ist greifbar nah die Vorzeit ist das Militär zieht in die Schlacht der Menge im Gedränge kocht die Erregung hoch brodelt die Erwartung schaut hin zum Podest auf dem der Narr als Zaubermann das Zepter schwingt er schüttelnd in die Menge johlt und lacht als der Henker den Kopf hin hält tropft das Blut des Königs Blau am Boden zerstört die alte Ordnung wankt und schwankt, dann stürzt sie ein, versinkt im Meer der Masse Grölen ist ein Lachen droben unterm Himmelszelt die Schwaden tragen Bilder aus vergangenen Tagen fort von hier aus dem Gedränge führt nur der Strom der Leiber in die Schlacht des Lebens Mündung ist das Meer.



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